Von St. Barbara auf den Monte Stivo
Von St. Barbara auf den Monte Stivo

Von St. Barbara auf den Monte Stivo

Datum: 31.08.22, Länge: 10 km, Höhenmeter: 816 hm

Von St. Barbara auf den Monte Stivo

Der Monte Stivo liegt mal an einem ganz anderen Fleck, normalerweise außerhalb unseres Tourengebietes: nämlich oberhalb von Arco am Nordufer des Gardasees. Da wir aber eine Woche in Urlaub am Ledrosee sind, bietet es sich an, auch dort mal eine Tour auszuprobieren. Der Monte Stivo ist als einfacher, familienfreundlicher Berg beschrieben und soll zudem einer der schönsten Aussichtsberge der Gegend sein. Das wollen wir uns selbst ansehen!

Vom Parkplatz durch lichten Wald

Wir starten an einer Hütte, genannt Rifugio, oberhalb des Bergdorfs St. Barbara, was wiederum oberhalb von Arco, einem Ort nahe des Gardasees, liegt. Angenehm ist, dass hier die Wanderparkplätze – im Gegensatz zum Oberallgäu – kostenlos sind! Gegen acht Uhr morgens sind wir die ersten hier, nur eine einheimische Frau schließt gerade das Rifugio auf, von dem aus wir starten.

Erstmal laufen wir ein kurzes Stück die Teerstraße entlang, das Rifugio Marchetti kurz unterhalb des Gipfels des Monte Stivo ist bereits angeschrieben.

Ausblick v. St. Barbara auf den Monte Stivo
Ausblick v. St. Barbara auf den Monte Stivo

Nach kurzer Zeit geht die Teerstraße in einen Forstweg über, dem wir nicht sonderlich steil durch lichten Wald folgen. Immer wieder sind auch freie Wiesen neben uns und Büsche von Vogelbeeren, die jetzt Ende August ihre prächtigen roten Beeren zeigen! Auch einige Hagebuttensträucher mit den verschiedensten Fruchtformen – mal rund und dicker, mal kleiner und länglicher – zieren immer wieder den Weg.

Schöne Allee zum Monte Stivo
Schöne Allee zum Monte Stivo
Große Hagebutten
Große Hagebutten

Erste Blicke auf den Gardasee

Nach einer Weile kommen wir aus dem Wald heraus und sehen, wenn wir zurück blicken, unter uns tiefblau den Gardasee. Herrlich! Auch auf Arco und Riva del Garda, ein Städtchen direkt am Nordufer des Sees, sehen wir unter uns, während wir den immer noch breiten Weg weiter hinauf steigen. Mittlerweile wird es etwas steiler, familienfreundlich ist es aber allemal, da absolut nichts schwierig oder schmal ist.

Erste Blicke auf den Gardasee
Erste Blicke auf den Gardasee
Strahlendes Wetter zum Monte Stivo
Strahlendes Wetter zum Monte Stivo

Auf schönem Pfad zum Monte Stivo

Bereits von hier aus ist das Rifugio Marchetti erkennbar, eine Hütte, die direkt unter dem Gipfel des Monte Stivo liegt. Auf den Berg hinauf kann man entweder dem breiten Weg weiterhin folgen – diese Route wählen wir – oder über einen Trampelpfad über die Wiese nehmen, der unbeschildert, aber gut erkennbar ist. Der freie Grashang des Monte Stivo liegt immer vor uns und in Serpentinen erklimmen wir Kurve für Kurve. Auch Kühe begegnen uns und als wir an einer kleinen Steinhütte vorbei kommen, folgen wir einer nun steileren Pfadspur dem Wiesenhang entlang weiter nach oben.

Toller Ausblick auf den Gardasee
Toller Ausblick auf den Gardasee

Vom Norden her löst sich der Nebel in Wolken auf, zum Gardasee hinunter ist nach wie vor freie Sicht, ab und zu kommt die Sonne durch und es ist nicht allzu heiß, aber sehr angenehm fürs Bergauflaufen. Wir passieren schließlich das Rifugio Marchetti und folgen den Schildern die letzten Meter zum Gipfel. Oben genießen wir zunächst noch freie Sicht auf die tolle Bergkulisse im Nordosten, während nach und nach immer mehr Wolken bzw. Nebel aufsteigt und interessante Formationen und Anblicke bietet.

Auf dem Monte Stivo zieht Nebel auf
Auf dem Monte Stivo zieht Nebel auf

Der Gipfel des Monte Stivo ist ein breiter Rücken und nachdem wir unsere Fotos gemacht und uns sowie gipfelgeil.de im Gipfelbuch verewigt haben, genießen wir unsere Frühstückspause. Schließlich wird der Nebel mehr und entsprechend wir es auch kühler, sodass wir uns letztendlich an den Abstieg machen.

Abstieg mit Einkehr im Rifugio Marchetti

Wir hoffen, dass es stimmt und das Rifugio Marchetti bis Ende September täglich durchgehend geöffnet hat – ein warmer Cappuccino wär jetzt was! Als wir ankommen sind wir gegen zehn Uhr zwar die einzigen, haben aber Glück, da die Hütte offen hat! Eine schöne große Veranda mit Liegestühlen und Bänken mit Blick auf den Gardasee gibt es draußen, wobei wir allerdings gerade einen Platz drinnen bevorzugen, da es draußen doch recht frisch geworden ist. Wir sitzen in der gemütlichen Hütte und genießen einen leckeren italienischen Cappuccino bzw. ein Bier.

Nach unserer Einkehr machen wir uns schließlich vollends auf den Rückweg. Wir gehen den gleichen Weg zurück – es gibt im Prinzip auch keine großen anderen Möglichkeiten -, nur, dass wir diesmal anstatt des steilerem Wiesenpfads einem markierten Weg folgen, der einen etwas weiteren Bogen in Serpentinen zurück macht. Wir begegnen einem Mountainbiker, der sein Rad nach oben schiebt und weiter unten noch ein paar anderen Wanderern. Viel ist jedoch an diesem Wochentag nicht los. Schließlich erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt.

Fazit

Die Tour auf den Monte Stivo ist eine sehr schöne, einfache Wanderung, die im Prinzip jeder machen kann und auch für Familien geeignet ist. Die Aussicht lohnt sich in jedem Fall, sowohl in die nördliche Richtung als auch hinunter auf den Gardasee und die davor liegenden Orte. Man kann von Arco aus direkt in vielen steilen Serpentinen auf einer schmalen Straße zum Ausgangspunkt fahren oder einen Umweg über eine gut ausgebaute Passstraße nehmen. Wir sind auf dem längeren Weg hingefahren und haben die Serpentinenstraße direkt nach Arco hinunter bei der Rückfahrt gewählt. Wenn kein großer Gegenverkehr ist – uns kam an dem Tag kein einziges Auto entgegen – ist die Straße durchaus in Ordnung zu fahren. Muss man jedoch ausweichen, kann es sich eventuell schwierig gestalten. Gerne wird die Straße von Radfahrern benutzt, denen wir jedoch stets gut ausweichen konnten. Wenn wir mal in der Gegen seid und einen Tag habt, an dem es nicht allzu heiß und das Wetter gut ist, ist die Tour auf den Monte Stivo und auch eine Einkehr in das Rifugio Marchetti definitiv empfehlenswert!

Ein Kommentar

  1. Pingback: Gipfelrunde im Tannheimer Tal - Gipfelgeil

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