Iseler von Hinterstein über den Kühgundgrat
Iseler von Hinterstein über den Kühgundgrat

Iseler von Hinterstein über den Kühgundgrat

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Iseler-Tourdaten:
Datum: 22.05.22, Länge: 16,9 km Höhenmeter:1169 hm

Iselertour: Von Hinterstein die Zipfelwasserfälle hinauf

Die heutige Tour starten wir am Parkplatz vor dem Ortseingang von Hinterstein. Es ist fast nichts los – wir sind wie immer auch früh dran – und laufen die ersten wenigen Kilometer in der Morgenfrische zur Kirche von Hinterstein. Hier zweigt nun ein Pfad ab, der uns die Zipfelwasserfälle hinaufführt. Über mehrere hundert Meter stürzt hier das Wasser vom Zipfelsbach hinunter ins Tal. Nun fängt die eigentliche Tour an und es wird steiler – nach nicht allzu langer Zeit kommen wir an einer Brücke vorbei, von der aus man einen spektakulären Blick auf die Wasserfälle hat.

Wasserstein von Hinterstein zum Iseler
Wasserfall gleich am Anfang der Tour

Nach einem kurzen Stopp geht es steil den Wald, mal mehr mal weniger nahe der Wasserfälle, hinauf. Wir gewinnen schnell an Höhe, der Pfad schlängelt sich in zahlreichen Kehren. Gleich zu Beginn haben wir bereits das wohl anstrengendste Stück vor uns. Der Weg ist gut in Stand gehalten, jedoch sind immer wieder auch größere Stufen über Wurzeln und Steine zu meistern. Umgeben sind wir von zahlreichen Blumen am Wegesrand, die jedoch noch im Schatten und nicht aufgeblüht sind. Als wir bereits gut die Hälfte dieses ersten Anstiegs hinter uns haben, erblicken wir am Wegesrand dichte Büschel Frauenschuh – eine seltene, geschützte und wunderschöne Orchideenart.

Frauenschuh auf dem Weg zum Iseler
Frauenschuh auf dem Wanderweg

Bereits die Jahre davor war hier immer wieder Frauenschuh zu sehen, so viele auf einmal wären uns jedoch zuvor nicht aufgefallen! Begeistert machen wir ein paar Fotos und gehen dann weiter. Nun kommen wir aus dem Wald heraus und haben den ersten Anstieg hinter uns. Nun folgt ein etwas entspannteres Stück bis zur Zipfelsalpe, die wir nun bereits sehen können. In der herrlichen Morgenluft geht es zunächst fast eben am Zipfelsbach entlang, den wir schließlich überqueren, um dann wieder etwas ansteigend die Zipfelsalpe zu erreichen.

Schöner Ausblick schon auf dem Weg zum Iseler
Schöner Ausblick schon auf dem Weg

Zipfelsalpe bis Kühgundkopf

Im Süden sehen wir das Daumenmassiv sowie den Breitenberg und die Hohen Gänge. Mit etwas Glück lassen sich auf den Wiesen um die Zipfelsalpe herum auch Murmeltiere sehen, die sind hier keine Seltenheit. An diesem morgen jedoch können wir von den putzigen Tierchen nur die Pfiffe hören, sehen tun wir leider keines. Nach einer kurzen Trinkpause folgen wir dem Weg in Richtung Kühgundkopf. Es geht eben auf einer Wiese entlang, hier ist der Weg nach Regen immer etwas schlammig, wie auch heute. Außerdem finden wir hier tatsächlich noch einen Rest Schnee vor, der gerade noch am Tauen ist, was die Wiese ebenfalls nass macht. Rechts führt der Weg auf den Bschießer hinauf, ein Gipfel, den wir vielleicht später im Jahr noch erklimmen.

Nach diesem gemütlichen Teil wird es nun wieder steiler. Inzwischen öffnet sich uns der Blick ins Tannheimer Tal, während wir, nun wieder auf trockenem Pfad, bis zu unserem nächsten Zwischenziel, dem Kühgundkopf, aufsteigen.

Gipfelsicht Iseler
Gipfelsicht Iseler

Über den Grat zum Iseler

Diesen Gipfel erreichen wir nach ca. 2 h Aufstieg, wir haben bereits fast 1000 hm geschafft. Nun folgt der schönste und aussichtsreichste Teil der Tour! Hier machen wir noch keine Frühstückspause, sondern lassen den Gipfel schnell hinter uns, um noch ein Stück am Grat entlang in Richtung Iseler zu gehen. Die Aussicht ist unserer Meinung nach am schönsten, wenn man diese Richtung wählt, da man so ein tolles Panorama auf die Gipfel rund um Hinterstein vor sich hat. Immer wieder geht es auf und ab, bis wir nach einer Weile auf etwa halber Strecke zum Iseler nun eine Frühstückspause einlegen. Der Wind frischt inzwischen auf, es zieht ziemlich!

Leicht nebliger Anblick vom Iselergipfel
Leicht nebliger Anblick vom Iselergipfel
Leicht bewölkt und trotzdem traumhaft
Leicht bewölkt und trotzdem traumhaft

Da es im Wind doch frisch wird, machen wir nicht allzu lange Pause, sondern ziehen wieder unsere Jacke an und gehen weiter den tollen Gratweg entlang. Wirklich ausgesetzt oder schwierig ist der Weg unserem Empfinden nach nicht.

Gehölz und Berge
Gehölz und Berge

Der Iseler rückt immer näher und es geht nochmal kurz bergab, bevor der letzte Gegenanstieg zum Gipfel folgt. Hier zweigt von rechts auch ein Klettersteig ab, man sollte hier etwas auf die Markierungen achten. Das letzte Stück ist nochmal kurz etwas steiler, man kann hier auch mal die Hände nehmen, um besser voran zu kommen. Außerdem überquert am eine größere Felsplatte, die mit Tritten präpariert wurde, sodass man wie auf einer Treppe aufsteigen kann.

Schließlich kommen wir auf dem Iseler an. Hier sind nun etwas mehr Leute, was zu erwarten war. Auf der Nordseite fährt eine Bahn hinauf, von wo aus es nicht mehr allzu weit auf diesen Gipfel ist und außerdem ist es nun bereits kurz vor 9 Uhr. Hier machen wir nochmal eine kurze Pause und ein paar Fotos. Außerdem blicken wir nochmal auf den Grat zurück, den wir gekommen sind.

Abstieg vom Iseler in einer Rundtour

Wir gehen den Weg weiter nach Westen und erreichen schnell die Abzweigung, wo es entweder zur Bahnstation rechts hinuntergeht oder auf linker Seite wieder zur Zipfelsalpe. Also schlagen wir den linken Weg ein, die Alpe können wir bereits ein paar hundert Meter weiter unten sehen. Auch hier ist der Weg eigentlich immer gut zu gehen, zwar auch immer wieder steinig, jedoch kein unangenehmes Geröll.

Die Blumen sind nun deutlich mehr aufgeblüht und wir legen nochmal eine kurze Trinkpause zurück an der Alpe ein. Anschließend geht es wieder über die Wasserfälle durch den Wald zurück. Alle Stufen, die wir hoch sind, heißt es nun wieder bergab zu nehmen! Inzwischen sind wir froh, wenn wir die Leute sehen, die uns entgegen kommen, dass wir nur noch bergab laufen dürfen, denn es ist nun auch wärmer geworden und gerade hier staut sich die Wärme im Sommer oft sehr gerne. Wir kommen noch an der ein oder anderen Stelle vorbei, die uns einen tollen Blick auf die Wasserfälle bietet, schießen ein paar Fotos und erreichen schließlich wieder die Kirche in Hinterstein. Nun geht es noch die restlichen paar Meter an der Straße wieder zum Parkplatz zurück, den wir nach ca. 5 h wieder erreichen.

Wasserfall zum Schluss
Wasserfall zum Schluss

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